Transparenz für alle
Jede angemeldete Person sieht alles, in jeder Domäne: was entschieden wurde, von wem der Vorschlag kam und wie der Weg dorthin aussah. Niemand muss mehr herumfragen.
SozioLog ist das digitale Logbuch für Organisationen, die in Kreisen und im Konsent entscheiden. Vom Vorschlag über Bedenken und Einwände bis zum Beschluss bleibt der ganze Weg nachvollziehbar.
Warum
Solange alle dieselben Leute sind und sich an dasselbe erinnern, braucht ihr SozioLog nicht. Aber das bleibt nicht so. Es gibt vier Situationen, in denen sich zeigt, ob eure Beschlüsse dokumentiert sind oder nur erzählt werden.
Die Logbuchführung gibt ab. Die Person, die drei Jahre lang wusste, wo was steht und warum es so entschieden wurde, macht etwas anderes. Was sie übergibt, ist entweder ein durchsuchbares Register oder ein Ordner, eine Cloud und der Satz „ruf mich an, wenn was ist“.
Ein neues Mitglied fragt, warum ihr das seit 2023 so macht. Niemand weiß es mehr genau. Also wird neu diskutiert, was längst entschieden war. Und die Argumente von damals, die guten wie die schlechten, sind nicht mehr im Raum.
Zwei Menschen erinnern sich unterschiedlich an denselben Beschluss. Beide sind überzeugt, beide meinen es ehrlich. Ohne nachlesbaren Wortlaut wird daraus kein Sachthema, sondern eine Vertrauensfrage. Das ist der teuerste Vorgang, den eine Gemeinschaft kennt. Er kostet Mitglieder, manchmal die ganze Sache.
Generalversammlung, Revision, Gemeinwohl-Bilanz, Förderantrag. Jemand will belegt haben, wer was wann beschlossen hat. Ihr sucht in Protokollen, Chats und Mails nach etwas, von dem ihr wisst, dass es existiert – nur nicht, wo.
In allen vier Momenten fehlt keine Zeit. Es fehlt die Nachvollziehbarkeit. Die entsteht in SozioLog beim Arbeiten, jeden Monat ein Stück mehr, ohne dass jemand extra daran denken muss.
Ihr entscheidet in Kreisen, hört Bedenken und integriert Einwände. Aber sobald der Beschluss steht, verschwindet er in einem Textdokument, einer Ordnerstruktur oder einem Chat-Verlauf, den nur eine Person wirklich überblickt.
Dagegen hilft ein Ort, an dem eure Struktur so abgebildet ist, wie ihr sie lebt, und an dem die Beschlüsse dort liegen, wo auch die Nächsten sie suchen.
SozioLog bildet eure Kreisstruktur und euren Konsent-Prozess so ab, wie sie bei euch laufen. Ihr müsst eure Arbeitsweise nicht an die Software anpassen.
Jede angemeldete Person sieht alles, in jeder Domäne: was entschieden wurde, von wem der Vorschlag kam und wie der Weg dorthin aussah. Niemand muss mehr herumfragen.
Hauptdomänen, Unterdomänen und Unter-Unterdomänen, Dauer- und Arbeitsdomänen, Funktionsrollen wie Moderation und Logbuchführung. Bis zu drei Ebenen tief, damit die Struktur lesbar bleibt.
Vorschlag, Bedenken, Einwand, Integration, Beschluss: Jeder Schritt des Konsent-Prozesses bleibt sichtbar, auch Jahre später noch.
Einträge sind nach dem Speichern unveränderlich. Jede Korrektur läuft über einen Antrag, den eine administrative Person bestätigt. Vorher, Nachher und Name stehen dabei.
So geht’s
Legt eure Domänen und Kreise an, mit Ziel, Aufgaben und Teilhabenden. SozioLog lässt keinen Kreis ohne Besetzung entstehen: Moderation, Logbuchführung und mindestens eine teilhabende Person gehören zur Gründung dazu.
Vorschläge entstehen im Kreis, die Logbuchführung protokolliert sie, zusammen mit jedem Bedenken, jedem Einwand und der Integration, die daraus entsteht. Alle anderen lesen mit, vollständig und in jeder Domäne.
Jeder Beschluss landet automatisch im Gesamt-Log eurer Organisation. Dort ist er durchsuchbar und filterbar, und über den Stichtag seht ihr den Stand an jedem beliebigen Tag.
Funktionen
Sechs Wege, dieselbe Frage zu beantworten: Was haben wir eigentlich beschlossen, und warum?
Domänenstruktur
Wenn jemand fragt, wer eigentlich worüber entscheidet, gibt es künftig eine Antwort, auf die alle schauen können, statt zu diskutieren. Bildet eure Kreisstruktur ab, wie sie gewachsen ist: Haupt- und Unterdomänen, dazu eine dritte Ebene für Arbeitsgruppen. Tiefer geht es bewusst nicht, sonst verliert der Baum seine Lesbarkeit. Jede Domäne bekommt ihr eigenes Ziel, ihre Aufgaben und ihre Teilhabenden. Für die Hierarchie schaltet ihr auf die Baum-Ansicht, für den Gesamtüberblick auf das Netz.
Baum oder Netz: Wählt die Ansicht, die zu eurer Organisation passt.
Konsent-Prozess
Ein Beschluss ohne seine Vorgeschichte ist eine Behauptung. Erst mit den Bedenken, den Einwänden und der Integration daneben lässt er sich nachvollziehen, auch von Leuten, die damals nicht dabei waren. Zu jedem Vorschlag gehört deshalb, was eingebracht wurde: Bedenken, Einwände mit ihrem Schweregrad, die Integration, die daraus entstanden ist, und am Ende der formulierte Beschluss. Alles an einem Ort und alles mit Datum.
Von der Idee bis zum Beschluss bleibt jeder Schritt sichtbar.
Gesamt-Log & Stichtag
Das Gesamt-Log zeigt den Entscheidungsweg aller Domänen auf einen Blick, wahlweise als Verlauf oder als Liste. Über den Stichtag seht ihr, welcher Beschluss an einem bestimmten Tag gültig war, welcher gerade überprüft wurde, welcher ersetzt und welcher beendet war. Das braucht ihr bei Übergaben, bei Revisionen und immer dann, wenn jemand fragt: „Warum machen wir das eigentlich so?“
Stellt die Uhr zurück und seht, was an jedem beliebigen Tag galt.
Korrekturen
Wenn nachträgliche Änderungen unsichtbar bleiben, ist das Protokoll irgendwann nur noch so glaubwürdig wie die Person, die es führt. Deshalb verschwindet bei uns keine Korrektur im Original; sie wird selbst zu einem Eintrag. Die Logbuchführung stellt einen Korrekturantrag mit Vorher und Nachher, eine administrative Person bestätigt ihn oder lehnt ihn ab. Beides bleibt mit Namen, Datum und Begründung stehen, auch nach Jahren.
Nichts wird still verändert. Jede Korrektur hat einen Namen und ein Datum.
Rollen & Rechte
Niemand muss Berechtigungen verwalten. Wer im Kreis die Logbuchführung übernimmt, kann dort schreiben und sonst nirgends. Die Software-Berechtigung ergibt sich automatisch aus den Funktionsrollen, die eine Person in ihren Domänen trägt. Und wenn jemand die Organisation verlässt: Personen werden deaktiviert, nicht gelöscht. Die Beschlusshistorie bleibt vollständig erhalten.
Nichts wird gelöscht: Domänen werden archiviert, Personen deaktiviert. Eure Geschichte bleibt vollständig.
Statistik
Woran ihr merkt, ob eure Entscheidungskultur funktioniert: wo viel Widerspruch entsteht, wo gar keiner, und wer sich beteiligt. Die Statistik macht das sichtbar. Hilfreich ist das für Retrospektiven, für die Einarbeitung neuer Kreise und als Datengrundlage für eure Gemeinwohl-Bilanzierung.
Eure Zahlen und eure Muster, auf einen Blick statt zusammengesucht.
Ein Werkzeug für soziokratische, gemeinwohlorientierte Organisationen sollte selbst nach diesen Maßstäben funktionieren. Deshalb:
Eure Daten liegen auf Servern in Deutschland und verlassen die EU nicht. Jede Organisation bekommt eine eigene Datenbank, strikt getrennt von allen anderen, mit eigener Adresse, eigenen Zugängen und eigenem täglichen Backup.
Wir hosten bei Hetzner in Nürnberg und Falkenstein. Die deutschen Rechenzentren laufen zu 100 % mit Strom aus erneuerbaren Energien, in Deutschland aus Wasserkraft, bei einem durchschnittlichen PUE-Wert von 1,13. Nachweise und Zertifikate veröffentlicht Hetzner selbst.
SozioLog steht unter der AGPL-3.0. Wenn ihr geht, übergeben wir euch eure Instanz samt Datenbank und Konfiguration. Ihr könnt sie auch von Anfang an komplett selbst betreiben.
Wir legen offen, was euer Beitrag kostet und wofür er verwendet wird, direkt hier auf der Seite und nicht in einer Fußnote. Es gibt keine versteckten Klauseln, wir geben nichts an Dritte weiter und werten eure Inhalte nicht aus.
Die Gemeinwohl-Ökonomie bewertet Organisationen unter anderem danach, wie transparent sie sind und wie sehr Mitglieder an Entscheidungen beteiligt werden (in der Gemeinwohl-Matrix unter C4 und E4). Beides ist bei SozioLog der Kern des Produkts und keine Zusatzfunktion.
Preis
Ein Preis pro Organisation, nicht pro Person. Er richtet sich danach, wie viele Menschen bei euch aktiv im System sind, und nicht danach, wie viele Mitglieder ihr insgesamt habt.
Bis 10 aktive Personen
209 €
pro Jahr · netto
19 € gespart
11 bis 30 aktive Personen
385 €
pro Jahr
35 € gespart
Ab 31 aktiven Personen
649 €
pro Jahr
59 € gespart
Dazu einmalig 59 € für die Einrichtung, für alle Stufen gleich. Begleitung beim Start ist optional.
Alle Preise sind Nettopreise; es kommen 19 % Umsatzsteuer hinzu. SozioLog richtet sich an Organisationen, nicht an Privatpersonen.
Bei jährlicher Zahlung zahlt ihr elf Monate statt zwölf, bei halbjährlicher einen halben weniger; gerundet wird zu euren Gunsten. Deaktivierte Personen zählen nicht mit. Eure Stufe schauen wir einmal im Jahr zur Verlängerung an, nicht mitten im Jahr, und ihr sagt uns Bescheid, wenn ihr in die nächste Stufe gewachsen seid.
Die Instanz einzurichten kostet einmalig 59 € netto, für alle gleich, egal wie groß ihr seid. Wir setzen eure Instanz auf, mit eigener Datenbank, eigener Adresse und täglichem Backup, und ihr bekommt euren ersten Zugang. Das ist bei einer Genossenschaft mit vierzig Aktiven derselbe Aufwand wie bei einem Wohnprojekt mit acht, deshalb ist es derselbe Preis.
Was danach kommt – eure Kreisstruktur anlegen, Funktionsrollen verteilen, laufende Beschlüsse übernehmen, die Logbuchführenden einarbeiten – könnt ihr selbst machen. Die Anleitung liegt offen, und wir bauen bewusst kein Produkt, das man nur mit gekaufter Hilfe bedienen kann.
Wenn ihr dabei Begleitung möchtet, gibt es drei Pakete:
Einführung
Eine Stunde live mit uns: Wir zeigen euch SozioLog von innen und beantworten eure Fragen.
95 €netto
Begleiteter Start
Drei Stunden: Wir legen eure ersten Domänen, Rollen und Personen gemeinsam an und arbeiten die Logbuchführung ein.
285 €netto
Begleiteter Start, ausführlich
Fünf Stunden: Für verzweigte Strukturen ab etwa sechs Kreisen, oder wenn ihr eure bestehenden Beschlüsse mit übernehmen wollt.
475 €netto
Alle drei Pakete rechnen mit demselben Satz je Stunde. Ihr wählt den Umfang, nicht den Preis. Auch hier gilt: netto, zuzüglich 19 % Umsatzsteuer.
Begleitung gibt es als Paket ab 95 € netto; alles Weitere vereinbaren wir mit euch.
Der Beitrag ist so gebaut, dass niemand aus Geldgründen draußen bleiben muss.
Wenn der Beitrag für eure Organisation nicht tragbar ist, schreibt uns. Wir finden eine Zahl, die geht. Ohne Nachweis, ohne Begründung und ohne dass jemand bei euch im Kreis erklären muss, warum ihr fragt. Das ist keine Ausnahme, die wir ungern machen; sie gehört zum Modell.
Wer mehr tragen kann und will: 15 € netto im Monat zusätzlich finanzieren anteilig eine ermäßigte Instanz für eine Organisation, für die der Regelbeitrag nicht geht. Der Betrag ist zweckgebunden und kein Trinkgeld an uns. Wir veröffentlichen jedes Jahr, wie viele Instanzen daraus getragen wurden.
Auf Rechnung, direkt über eure Bank. Halbjährlich und jährlich per Überweisung oder Lastschrift, monatlich per Lastschrift. Zwölf einzelne Überweisungen im Jahr zu machen und zu prüfen, kostet uns und euch unnötig Zeit. Deshalb läuft die monatliche Zahlung über ein Mandat.
PayPal, Klarna und Kreditkarte bieten wir bewusst nicht an: Sie kosten je Zahlung Gebühren. Über die Bank kommt euer Beitrag vollständig dort an, wofür ihr ihn zahlt.
Wir rechnen euch nicht vor, was ein Server kostet; das würde die falsche Frage beantworten. Nach dem ersten vollen Betriebsjahr veröffentlichen wir an dieser Stelle die tatsächlichen Zahlen: Einnahmen, Ausgaben, Anzahl der Organisationen, Anzahl der ermäßigten Instanzen. Dann könnt ihr nachrechnen.
SozioLog steht unter der AGPL-3.0. Ihr könnt es komplett selbst betreiben, ohne uns zu fragen und ohne dafür bezahlen zu müssen; der Code liegt offen, die Anleitung auch. Das ist keine Notlösung. Es ist der Grund, warum ihr uns überhaupt vertrauen könnt: Wir können euch nicht einsperren, selbst wenn wir wollten.
In SozioLog steckt viel Arbeit, und wir machen sie gern. Wenn ihr es selbst betreibt und es euch etwas wert ist, freuen wir uns über einen einmaligen Beitrag, dessen Höhe ihr selbst bestimmt, zum Beispiel dann, wenn ihr den Code herunterladet. Das hilft uns, SozioLog weiterzuentwickeln und für alle offen zu halten. Verpflichtend ist es nicht: Ihr dürft SozioLog genauso gut kostenlos nutzen, ohne euch dafür zu erklären. Wer etwas geben möchte, schreibt uns kurz an hallo [at] soziolog [punkt] com, und wir schicken eine Rechnung über den Betrag, den ihr nennt.
Was ihr dann übernehmt: Server und deren Kosten, Updates, tägliche Backups, die Wiederherstellung, wenn etwas kaputtgeht, und die datenschutzrechtliche Verantwortung als Betreiber. Das ist machbar, wenn bei euch jemand ist, der das kann und dauerhaft dabei bleibt.
Wenn ihr beim Einrichten Unterstützung möchtet, gelten dieselben Begleitungspakete wie beim Hosting: Strukturaufnahme, Domänen und Rollen anlegen, Schulung der Logbuchführenden. Die Einrichtungsgebühr entfällt, den Server stellt ihr ja selbst.
Ihr müsst euch nicht dauerhaft für SozioLog entscheiden, um anzufangen. Beschließt uns so, wie ihr alles andere auch beschließt: befristet, mit Überprüfungstermin.
Sechs Monate, Überprüfung im siebten. Die Einrichtung eurer Instanz rechnen wir ab, die ersten 90 Tage Nutzung sind frei. Wenn ihr beim Überprüfungstermin nicht überzeugt seid, läuft der Beschluss aus. Kündigen müsst ihr nichts, ihr verlängert einfach nicht. Eure Daten bekommt ihr als PDF, oder ihr übernehmt die Instanz und betreibt sie selbst weiter.
Warum 90 Tage und nicht 30: In einem Monat habt ihr vielleicht eine Kreissitzung. Was SozioLog kann, zeigt sich aber erst, wenn etwas drinsteht, auf das ihr zurückschauen könnt.
Damit ihr das nicht selbst formulieren müsst: Kopiert das in euer Protokoll und passt die Zahlen an.
SozioLog passt überall dort, wo Entscheidungen in Kreisen statt in Hierarchien getroffen werden.
SozioLog ist ein Werkzeug, keine Methode. Wer die Methode selbst lernen oder Begleitung für den Einstieg sucht, findet beides an diesen Stellen, unabhängig von uns.
Diese Organisationen stehen nicht hinter SozioLog. Wir verweisen auf sie, weil sie die Methode besser vermitteln, als eine Produktseite es könnte.
SozioLog ist fertig gebaut, aber noch von niemandem im Alltag erprobt. Wir suchen jetzt die ersten Organisationen, die es ausprobieren und ehrlich sagen, wo es hakt. Gebaut wird es von Samuel Kümmel.
Wer jetzt einsteigt, prägt mit, was daraus wird: welche Funktion als Nächstes entsteht, was verständlicher werden muss, was fehlt. Anfangen könnt ihr so, wie ihr alles andere auch beschließt: befristet, mit Überprüfungstermin, die ersten 90 Tage beitragsfrei.
Die Demo ist eine echte Instanz mit erfundenen Daten. Fragt kurz die Zugangsdaten an, wir schicken sie euch sofort per Mail.
Schreibt uns an hallo [at] soziolog [punkt] com. Wir melden uns innerhalb weniger Tage und richten eure Instanz gemeinsam mit euch ein. Dabei legt ihr auch fest, ob ihr jährlich überweist oder uns ein SEPA-Lastschriftmandat erteilt.
Nein. SozioLog wächst mit: Ihr könnt mit einer einzigen Domäne starten und die Struktur später erweitern. Eine Bedingung gibt es: Jeder Kreis braucht bei der Gründung mindestens drei Personen, davon eine für die Moderation und eine für die Logbuchführung. Das ist keine technische Hürde, sondern die soziokratische Grundausstattung.
Eintragen darf, wer im jeweiligen Kreis die Funktionsrolle Logbuchführung trägt, so wie im analogen Logbuch auch. Lesen darf jede aktive Person alles, in allen Domänen. SozioLog ist ein Protokoll, kein Ideen-Postfach: Was drinsteht, wurde im Kreis besprochen.
Bedenken sind Hinweise, die in die Diskussion einfließen, ohne einen Beschluss zu blockieren. Einwände sind schwerwiegender: Ein schwerwiegender Einwand muss integriert werden, bevor ein Vorschlag zum Beschluss werden kann. SozioLog verlangt die Integration als Text, sonst lässt sich der Beschluss nicht speichern. Beide werden getrennt dokumentiert und farblich unterschieden.
Ja. Die Begriffe sind dieselben: Kreise und Domänen, Konsent, Bedenken, Einwände und ihre Integration, befristete Beschlüsse mit Überprüfungstermin. SozioLog schreibt euch keine Methode vor, sondern hält fest, was ihr beschließt. Das funktioniert mit der Soziokratischen Kreisorganisationsmethode (SKM) genauso wie mit Soziokratie 3.0. Wer holakratisch arbeitet, findet die Trennung von Governance- und operativen Vorschlägen wieder. Rollen mit einzelnen Verantwortlichkeiten bildet SozioLog aber nicht eigens ab, sondern nur die Funktionsrollen im Kreis.
Für Protokolle schon, für ein Beschlussregister selten. In einem Dokument kann jede Person mit Schreibrechten nachträglich etwas ändern, ohne dass es jemand bemerkt, und die Frage „Was galt am 15. März?“ beantwortet euch dort niemand. SozioLog kennt den Konsent-Weg und die Gültigkeit jedes Beschlusses und hält Korrekturen als eigene Einträge fest. Eure Protokolle, Dateien und Chats könnt ihr weiter dort führen, wo sie heute liegen.
Ja. Einzelne Entscheidungen und ganze Domänen lassen sich für einen frei wählbaren Zeitraum als PDF ausgeben, sauber gegliedert und in Schwarz-Weiß auf Papier lesbar. Das ist die Form, die Generalversammlung, Revision und Gemeinwohl-Bilanz von euch verlangen. Ein vollständiges Logbuch eurer gesamten Organisation erstellen wir auf Anfrage; das erzeugen wir bewusst nicht im laufenden Betrieb, weil es bei großen Organisationen die Instanz ausbremsen würde.
Es liefert die Belege. Die Gemeinwohl-Matrix fragt unter C4 nach innerbetrieblicher Mitentscheidung und Transparenz und unter E4 nach Transparenz und gesellschaftlicher Mitentscheidung. Mit SozioLog zeigt ihr, wer wann was beschlossen hat, wie viele Menschen beteiligt waren und wo es Bedenken oder Einwände gab. Statistik und PDF-Ausgaben nehmt ihr direkt in euren Bericht. Die Bewertung selbst nimmt euch SozioLog nicht ab.
Auf Servern in Deutschland (Hetzner, Nürnberg und Falkenstein), betrieben mit Ökostrom, DSGVO-konform. Jede Organisation hat eine eigene Datenbank und ein eigenes Backup; die Daten verlassen die EU nicht und werden nicht an Dritte weitergegeben.
Nach der Zahl der Personen, die bei euch aktiv im System sind, und nicht nach euren Mitgliedern insgesamt. Eine Solawi mit 200 Ernteteilern hat vielleicht 25 Menschen in Kreisen; dann zählen die 25. Deaktivierte Personen zählen nicht mit. Drei Stufen: bis 10, 11 bis 30, ab 31. Zahlen könnt ihr monatlich, halbjährlich oder jährlich; je seltener, desto günstiger. Alle genannten Preise sind Nettopreise zuzüglich 19 % Umsatzsteuer; SozioLog richtet sich an Organisationen, nicht an Privatpersonen. Wenn der Beitrag für euch nicht tragbar ist, schreibt uns. Wir finden eine Zahl, die geht.
Einmalig 59 € für die Einrichtung eurer Instanz, für alle gleich. Dazu der laufende Beitrag nach eurer Größe, wobei die ersten 90 Tage beitragsfrei sind. Eine Begleitung beim Start ist optional und kostet je nach Umfang 95, 285 oder 475 €. Alle Beträge netto, zuzüglich 19 % Umsatzsteuer. Wer sich selbst einarbeiten will, braucht sie nicht: Die Anleitung liegt offen.
Es kommt darauf an, womit ihr vergleicht. Gegen ein Werkzeug wie Slack oder Stackfield gerechnet ist SozioLog auffällig günstig: Dort zahlt ihr pro Person und Monat, bei uns zahlt die Organisation. Dreißig Menschen kosten dort dreistellig im Monat, bei uns 35 €, beides netto gerechnet.
Der ehrlichere Vergleich ist aber ein anderer. SozioLog benutzt ihr nicht täglich; es ist ein Register, das ihr selten braucht und dann dringend. In dieser Reihe steht es neben eurem Steuerbüro, eurer Gemeinwohl-Bilanzierung und einem Tag Soziokratie-Beratung, und es ist die kleinste Position davon.
Ja. Der Code steht unter AGPL-3.0, ihr dürft ihn nehmen, und mit heutigen Werkzeugen baut eine kundige Person so etwas auch neu. Wir halten das für legitim und werben nicht dagegen.
Bedenkt nur, was ihr damit einrichtet: Ein Beschlussregister, das eine Person betreibt, die als einzige versteht, wie es läuft. Das ist dieselbe Abhängigkeit wie vorher, nur mit einem Server statt einem Ordner. Wenn diese Person geht, geht das Wissen mit. Diese Abhängigkeit ist der Grund, warum es SozioLog gibt.
Samuel Kümmel. Er hat in Hessen ein soziokratisch organisiertes Gemeinschaftsprojekt gegründet, arbeitet in dessen Genossenschaft und Verein mit und kennt das Suchen nach Beschlüssen in Word-Protokollen aus eigener Erfahrung. Betrieben wird SozioLog derzeit von seiner Marketing-Agentur, der Lichtsignale GmbH & Co KG in Fulda. Mehr über ihn steht ganz unten auf dieser Seite.
Dann läuft eure Instanz weiter, bis ihr sie übernehmt oder abschaltet. Der Code steht unter AGPL-3.0, eure Datenbank gehört euch, die Anleitung zum Selbstbetrieb liegt offen. Ihr könnt jederzeit alles als PDF sichern. Das ist keine Zusage, die wir geben müssen; so ist das Produkt gebaut.
Personen und Haupt- sowie Unterdomänen sind nicht begrenzt. Der Domänenbaum hat genau drei Ebenen – Hauptdomäne, Unterdomäne, Unter-Unterdomäne – und je Unterdomäne höchstens drei Unter-Unterdomänen. Das ist eine bewusste Entscheidung: Tiefere Verschachtelung lässt sich weder übersichtlich darstellen noch sinnvoll moderieren.
Wenn ihr uns befristet beschlossen habt, endet die Nutzung mit dem Beschluss; kündigen müsst ihr nicht. Danach bewahren wir eure Instanz noch 30 Tage auf. Das ist Zeit genug, um alles als PDF zu sichern oder die Instanz zum Selbstbetrieb zu übernehmen. Anschließend löschen wir Datenbank, Backups und Zugänge. Weil SozioLog unter der AGPL-3.0 steht, könnt ihr auch einfach weitermachen: gleicher Code, gleiche Daten, eigener Server.
Ja. Die öffentliche Demo ist eine vollständige Instanz mit erfundenen Daten. Schreibt uns kurz, wir schicken euch die Zugangsdaten sofort per Mail; wir wollen ungefähr wissen, wer sich das ansieht. Keine Kreditkarte, kein Gespräch. Wenn ihr danach eine eigene Instanz wollt, beschließt ihr uns befristet für sechs Monate, die ersten 90 Tage beitragsfrei.
Seht euch die Demo an und meldet euch, wenn ihr eine eigene Instanz möchtet.
Über uns
Samuel Kümmel
Inhaber einer Marketing-Agentur, Sichtbarkeitsbegleiter, integraler Coach und Trainer, Gründer eines soziokratisch organisierten Gemeinschaftsprojekts in Hessen
Samuel Kümmel hat in Hessen ein Gemeinschaftsprojekt gegründet, das durchgehend soziokratisch organisiert ist. Dazu gehören eine Lebensgemeinschaft, eine Genossenschaft und ein Verein; in Genossenschaft und Verein arbeitet er aktiv mit. Dort hat er erlebt, wie mühsam es wird, wenn Beschlüsse in Word-Protokollen liegen. Man sucht ewig, manches findet sich gar nicht mehr, und wenn die Logbuchführung wechselt, geht ein Teil des Wissens mit. SozioLog ist das Werkzeug, das ihm dafür gefehlt hat.
Beruflich führt er mit Lichtsignale eine Marketing-Agentur in Fulda. Als Sichtbarkeitsbegleiter unterstützt er Selbstständige, transformative Unternehmen sowie kleine und mittlere Unternehmen aus dem nachhaltigen, grünen, Gesundheits- und Bio-Bereich; außerdem arbeitet er als integraler Coach und Trainer. Soziokratie kennt er aus der Praxis dieses Projekts und aus Schulungen und Workshops zu Soziokratie 3.0. Er fühlt sich der Bewegung für neue Lebensmodelle verbunden: der Gemeinwohl-Ökonomie, Permakultur und Solidarischer Landwirtschaft, den Ideen des Postwachstums und vielen Menschen aus der soziokratischen Szene. Gemeinschaften und gemeinwohlorientierte Projekte begleitet er als Trainer auf Anfrage.
Lichtsignale GmbH & Co KG
· Marketing-Agentur, Fulda
Kontakt: hallo [at] soziolog [punkt] com